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VORTRAG “Histotaphonomie — eine neue Methode zur Analyse von Leichenbehandlung und funerären Praktiken in der Prähistorie” von Kirsten Mandl – Vortragsreihe “Neue bioarchäologische Forschungen”

Oktober 15 @ 18:30 - 20:00

kostenlos

Während der frühen postmortalen Phase eines Leichnams werden die Knochen vom körpereigenen Mikrobiom befallen und zum Teil umstrukturiert. Man nennt diesen Vorgang Bioerosion. Die durch Bakterien verursachten Bohrkanäle können anhand ihrer Morphologie beschrieben und von jenen diagenetischen Mustern unterschieden werden, die durch den Befall mit saprophagen Mikroorganismen oder durch das Liegemilieu auf das Knochengewebe einwirken. Mumifikation verzögert die natürliche Weichteilzersetzung und resultiert in einer gehemmten Ausprägung der Bioerosion. Histotaphonomie untersucht all jene Faktoren, welche Bioerosion und Diagenese bedingen, und ermöglicht so Erkenntnisse über Leichenbehandlungen in der Prähistorie.

Kirsten Mandl, Universität Wien, Department für Evolutionäre Anthropologie

Details

Datum:
Oktober 15
Zeit:
18:30 - 20:00
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Bioarchäologische Gesellschaft Österreichs
Österreichisches Archäologisches Institut, Department Bioarchäologie

Veranstaltungsort

Universität Wien, Institut für Ägyptologie, Hörsaal 6 (Hochparterre)
Franz Klein-Gasse 1
Wien, 1190 Österreich
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